Horror!

Lange Zeit beherrschte die klassische Konstellation „männlicher Bösewicht bedroht weibliche Unschuld“ den Horrorfilm. Doch während der vergangenen Jahrzehnte haben eine Reihe starker weiblicher Figuren das Horrorgenre mitgeprägt – Carrie aus dem gleichnamigen Horrorklassiker, dessen Neuverfilmung dieser Tage in den Kinos anläuft, ist nur eine von vielen. Im aktuellen an.schläge-Schwerpunkt wollen wir wissen: Wie viel Handlungsmacht besitzen Monsterheldinnen? Wie feministisch ist das Final Girl? Und wie werden Gefahr und queere Erotik miteinander verknüpft?

Im Horror-Schwerpunkt geben sich Genre-Liebhaber_innen ein Stelldichein: Julie Miess erläutert ihre Liebe zu Monstern, die Macher_innen des /slash Filmfestivals analysieren den Status quo des Fantastischen Kinos und vier Horrorfilm-Fans präsentieren ausgewählte Grusel-Motive (männermordende Wespenfrauen! Zombies auf Shopping-Tour!). Besonderes Highlight: Kimberly Peirce, Regisseurin der neuen „Carrie“-Filmversion, erzählt vom Horror unterdrückten Begehrens und der Ambivalenz von Mutter-Tochter-Beziehungen. Elisabeth Streit wirft einen Blick auf Frauen in Horrorfilmen, die „zu viel“ fühlen, und Michaela Wünsch entlarvt den Serienkiller, dessen „weiße“ Identität durch die (weiße) Maske paradoxerweise betont wird. All die Filmtipps in den einzelnen Beiträgen sollten für einen schaurigen Winter ausreichen. Und vom drögen Klischee, Frauen würden keine Horrorfilme mögen, wollen wir jetzt wirklich nichts mehr hören.

POLITIK

an.riss politik: Kurzmeldungen

„Niemand wollte die Breivik-Karte spielen“
Interview: HILDE SOFIE PETTERSEN vom feministischen Magazin „Fett“ über den Rechtsruck in Norwegen. Von VINA YUN

Sexwork Is a Feminist Issue

In der feministischen Debatte um Sexarbeit sind die Fronten verhärtet. Von STEFANIE MAYER und JULIA EDTHOFER

an.riss international: Kurzmeldungen

THEMA: Horror!

Monster Love
Interview: JULIE MIESS analysiert Horrorfilme und ihre Monster. Von VINA YUN

Zombies, Killerhasen, Final Girls
Vier Horrorfilm-Liebhaberinnen zerstückeln Motive und Genres. Von JULIA MARTIN, SILKE PIXNER, SYLVIA KÖCHL und HEIKE FLEISCHMANN

Women Who Felt Too Much

Extreme Gefühle und (un)heimliches Begehren: drei Filmbeispiele. Von ELISABETH STREIT

Carrie 2.0

Interview: KIMBERLY PEIRCE bringt den Horrorklassiker neu auf die Leinwand. Von JULIA MARTIN

The Invisible Man
Serienkiller im Horrorfilm: Weiße Männer hinter weißen Masken. Von MICHAELA WÜNSCH

Fantastisches Miteinander
Interview: MAGDALENA PICHLER und MARKUS KEUSCHNIGG vom /slash Filmfestival feiern das Genre-Kino. Von DENISE BEER und VINA YUN

GESELLSCHAFT

an.riss arbeit wissenschaft: Kurzmeldungen

Gekommen, um zu gehen

Die GründerInnen-Szene ist jung, männlich, erfolgreich. Von BRIGITTE THEIßL

„Die Bühne gehört diesen Frauen“
Interview: EVA GEBER zollt feministischen Vorkämpferinnen Tribut. Von SYLVIA KÖCHL

KULTUR

an.riss kultur: Kurzmeldungen

Kunst, y’all
Yasmo ist eine Meisterin des Schnellsprechens. Von MIEZE MEDUSA

an.lesen: In der Warteschleife

Militärdienst in Israel aus der Sicht junger Frauen. Von BRIGITTE THEIßL

an.lesen: Buchrezensionen im Kurzformat

an.klang: „I’m gonna treat you like the queen you are“
Der Soundtrack zum Gründungsjahr der an.schläge 1983. Von SOOKEE

an.sehen: Sinn und Sinnlichkeit

Porno, Liebe, Klasse: Der Cannes-Gewinnerfilm „Blau ist eine warme Farbe“. Von FIONA SARA SCHMIDT

KOLUMNEN

neuland: Was mir zusteht. Von BELINDA KAZEEM

zeitausgleich: Es tropft. Von ELISABETH GOLLACKNER

heimspiel: I won’t lose my mind, lose my mind.
Von KRISTINA BOTKA

lebenslauf: Storchenbiss (Teil 2).
Von CHRISTIANE ERHARTER

lesbennest: A rose is a rose is a rose. Von DENICE

bonustrack: Dilemma. Von ELECTRIC INDIGO

positionswechsel: Geile Gedanken.
Von SUZY FOUNTAIN

RUBRIKEN

Feminist Superheroines: Ann Preston

an.frage: Sportverein Seitenwechsel

medienmix: Recherchieren, Fragen, Berichten

an.künden: Termintipps

Zu Besuch beim … Kapitän der Tariq Ibn Ziyad

Pin-Ups: Off the Rokket

KOMMENTARE

an.sage: Personal Politics
Wenn enge Verwandte reaktionäre Weltanschauungen vertreten. Von VINA YUN

sprechblase: „Als Frau ärgere ich mich einfach zu oft über die Kirche“

plusminus: Kino … statt Blind Date

an.sprüche: Eine Frage des Budgets
In welcher Form soll Frauenpolitik in der Regierung verankert sein? Von ULLI WEISH und BRIGITTE HORNYIK