Förderung durch das Frauenministerium gestrichen

Feministisches Magazin an.schläge: Förderung in Höhe von 23.000 Euro gestrichen

Im Zuge der Kürzungswelle bei Frauenorganisationen hat es wie erwartet auch die an.schläge getroffen: 23.000 Euro, die bisher jährlich vom Frauenministerium als Förderung an das Magazin überwiesen wurden, wurden durch Ministerin Juliane Bogner-Strauß zur Gänze gestrichen. Die Förderabsage wurde erst Ende Juli zugestellt.

„Nachdem uns schon unter Schwarz-Blau I die Förderung durch das Frauenministerium gestrichen wurde, haben wir damit gerechnet und vorsorglich zu unserem 35-jährigen Jubiläum eine Abo-Kampagne gestartet. Damit ist der Betrieb für 2018 trotz Förderausfall gesichert, wie es danach weitergeht, ist allerdings noch unklar“, sagt Katharina Payk, leitende Redakteurin bei an.schläge.

„Die an.schläge sind trotz Förderung seit jeher ein höchst prekäres Projekt. Mit feministischer Kritik und frauenpolitische Themen lässt sich bislang leider noch kein profitables Medienprojekt verwirklichen“, ergänzt Lea Susemichel, ebenso leitende Redakteurin bei an.schläge. „Dennoch sind kritische Medien wie an.schläge ein demokratiepolitisch unverzichtbarer Teil des gesellschaftlichen Diskurses. Gerade in Zeiten massiver Angriffe auf die Medien müssen sie unbedingt verteidigt werden.“

Die an.schläge wurden 1983 gegründet, das Magazin wächst seither kontinuierlich in Auflage und Abonnements, es ist das einzige feministische Magazin im deutschsprachigen Raum, das achtmal pro Jahr erscheint und damit das Weltgeschehen aktuell aus einer feministischen Perspektive analysieren kann.

„Es hat nicht nur die an.schläge, sondern viele andere feministische Organisationen getroffen. Das ist fatal – jahrzehntelang aufgebaute Wissens-, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit wird gefährdet oder zerstört. An.schläge ist nicht nur ein Magazin, das mit geringen Ressourcen feministischen Qualitätsjournalismus liefert, sondern zugleich ein Medium und Archiv deutschsprachiger Frauenbewegungen, feministischer Impulsgeber und Ausbildungsstätte“, sagt Brigitte Theißl, leitende an.schläge-Redakteurin.

Die an.schläge hoffen nun auf neue Abonnentinnen und Abonennten, um das Weiterbestehen langfristig absichern zu können. „Jedes Abo hilft uns weiter“, so Katharina Payk.

 

 

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