ProPorn oder PorNo III

In ihrer aktuellen Ausgabe startet die EMMA eine Kampagne gegen Pornografie. Es ist bereits die dritte.
„(…) Pornografie propagiert nicht zufällig in Zeiten der zunehmenden Gleichberechtigung Frauenverachtung und Frauenhass – ihr liebstes Objekt ist dabei die Powerfrau. Und die soll die Erniedrigung auch noch genießen“, schreibt Alice Schwarzer. Nicht erst seit der ersten Kampagne 1978 haben Feministinnen viel über Pornografie diskutiert. Und sich dabei sowohl theoretisch als auch praktisch um lustvollere Alternativen zur schlichten Formel „Pornografie ist Gewalt“ bemüht. Annie Sprinkles „ProPorn-Performances“ sind ein Beispiel für diese ironische Aneignung pornografischer Posen und Positionen. Für Schwarzer sind Künstlerinnen wie Sprinkle hingegen „nicht etwa nur Mitmacher, sondern Schrittmacher bei der fortschreitenden Pornografisierung der Kultur.“ Diskutieren wollte Frau Schwarzer diese Ansicht aber lieber mit der Wiener Stadtzeitung „Falter“ als mit uns, auch einen Wiederabdruck entsprechender Textpassagen hat EMMA uns nicht autorisiert.

Nana Swiczinsky bleibt mit ihrem Kommentar deshalb bedauerlicherweise alleine. Und unwidersprochen.

Gabi Horaks an.spruch