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Frauen - Frühling - Uni |
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Vor zirka zwei Jahren veranstalteten die ÖH Bundesvertretung und die ÖH Wien einen Kongress zu alternativen Bildungspolitiken („Politiken des Wissens“). Dort hielt Birge Krondorfer von der Frauenhetz – die als Projekt übrigens selbst aus der Frauensommeruniversität (FSU) hervorging – einen Workshop zur FSU. Geschichten. Die Vorstellung eines solchen Frauenraumes, in dem wissenschaftliche Theorie und frauenbewegte Praxis zusammenkommen, gefiel. Elisabeth Günther vom Organisationsteam der heuer stattfindenden Frauenuni erinnert sich: „Von Birges Erzählungen waren alle ziemlich begeistert und motiviert – von der Vorstellung von 600 Frauen, die die VHS Ottakring zum Frauenraum machten.“ In der ÖH Bundesvertretung wurde daraufhin beschlossen, nach 16 Jahren Unterbrechung wieder eine FSU zu initiieren. Im Herbst 2006 gab es die ersten Vorbereitungstreffen, bei denen die Initiatorin ÖH auch als Mitorganisatorin aktiv wurde. Da die Amtszeit der jetzigen ÖH-Exekutive jedoch im Juni 2007 ausläuft, wurde beschlossen, aus der Frauen-Sommer-Uni eine Frauen-Frühlings-Uni (FFU) zu machen. Gegenwart. Zwar haben Frauenforschung und Gender Studies mittlerweile ihren Platz an Österreichs Universitäten und mehr als die Hälfte der Studierenden sind Frauen, aber noch immer sind die Unis stark männerdominiert. Der deutlich höhere Männeranteil beim wissenschaftlichen Personal, mit der stärksten Dominanz unter den ProfessorInnen (87 Prozent Männer), spiegelt sich in Lehr- und Forschungsinhalten und einer patriarchalen Organisationskultur wider. Auch wenn die Situation heute besser ist als zu Zeiten der ersten Frauensommerunis, ist dieser Frauenraum immer noch wichtig. Dabei geht es nicht nur um ein Sichtbarsein und ein Raumnehmen von Frauen, sondern auch um eine Öffnung der Universitäten, ein Aufeinandertreffen von Theorie und Praxis, von Akademikerinnen und Nicht-Akademikerinnen, von Arbeit, Kultur und Feiern. Geladen. Seit Herbst 2006 gibt es regelmäßige organisatorische Vorbereitungstreffen und Treffen zu den drei inhaltlichen Achsen der FFU: „Körperpolitiken“, „Feminismus in Theorie, Kunst und Bewegung“ und „Prekäre Lebensverhältnisse“. Geballt. Ausgehend von den inhaltlichen Achsen spannt sich ein großer Themenbogen. Interessierte Frauen konnten bis Anfang Februar Vorschläge für Workshops einreichen. Momentan wird an einem genauen Programm gefeilt, das ab Anfang März auf der Homepage der FFU abrufbar sein soll. Bereits jetzt zeichnet sich jedoch eine bunte Mischung von Workshopleiterinnen ab: NGOs, Frauenprojekte, Wissenschaftlerinnen und Frauen aus Politik und Interessensvertretungen. Die Achse „Körperpolitiken“ verspricht Workshops zu „Frauen und Behinderung“, „Einführung in den (Trans-)Gender-Begriff“ oder „Körpermanipulationen“. Das Themenfeld „Prekäre Lebensverhältnisse“ reicht von grundsätzlichen Diskursen zum Arbeitsbegriff bis zu konkreten Tipps im Umgang mit freien Dienst- und Werkverträgen. Gesammelt. Eröffnet wird die FFU am 30. März mit einem „Thesenrap“ zur Frage, was Feminismus heute sein kann. In anfänglich moderierter Form werden zuerst geladene Frauen am Podium ihre Thesen auf Kärtchen schreiben und dem Publikum präsentieren. In weiterer Folge sind alle Teilnehmerinnen aufgefordert, eigene Kärtchen zu schreiben und aufzuhängen. Aus allen Kärtchen, die im Laufe der ganzen FFU noch dazu kommen können, soll dann ein vielfältiges, buntes Bild entstehen. Ab Anfang März kann frau sich für die Teilnahme anmelden. Eine Anmeldung im Vorfeld erleichtert die Organisation, damit alle in den Hörsälen Platz haben und jede ihr Frühstückssemmerl kriegt. Auch den Bedarf an Kinderbetreuung bitte rechtzeitig bekannt geben. Kurzentschlossene, die gerne frauenbewegte Osterferien verbringen wollen, sind aber auch willkommen. Einfach im Info-Café vorbeischauen – und vorher natürlich schon auf der Homepage! Fußnoten: an.schläge-Workshop bei der FFU: www.frauenuni.net |
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