Das Eingemachte
Von Nutzen und Nöten feministischer Nahversorgung

Feministische Tagung zur Bedeutung von Frauenorten für die Entwicklung feministischer Theorie und Praxis

Allgemeine Infos:

die Tagung wird auf deutsch und englisch abgehalten, die Workshops in deutscher Sprache (ad hoc Übersetzung ist vorgesehen)

Ort: Frauenhetz, Hetzgasse 42/1, 1030 Wien

Für Frauen!

Anmeldungsfrist verlängert bis 19.11.02!
fon/fax; 01/7159888
e-mail:
office@frauenhetz.at

UKB 10 EUR/Tag, 15 EUR/beide Tage

Veranstalterinnen: CheckArt, Verein Frauenhetz, Buchhandlung Frauenzimmer, Frauencafé Wien

 

PROGRAMM und ZEITPLAN
(vorläufig, wird aktualisiert)

Samstag, 23.11. 02

9.00 Uhr
Eröffnung

10.00 Uhr
Impulsreferat Jolanta Plakwicz und Beata Fiszer vom Frauenzentrum Warschau: "Von der Idee zur Realisierung - Entscheidungsstrukturen im Frauenzentrum Warschau" (vorläufiger Titel)
Impulsreferat Jane Cholmeley vom Silver Moon Bookshop London: "Silver Moon Women's Bookshop: 20 Years of a Feminist Profession"
Diskussion

11.30 Uhr
Impulsreferat Eva Prinz vom Frauencafé Wien: "Autonomie und Professioneller Feminismus" (vorläufiger Titel)
Impulsreferat Traudel Sattler von Libreria delle Donne di Milano: "Sprechen, Tun, Austauschen"
Impulsreferat Agnes Haß vom Frauenbuchladen Hamburg: "Zum Glück gibts hier einen Frauenbuchladen"
Diskussion

13.00 Uhr
Mittagspause

14.30 Uhr
Impulsreferat von Alba Varela Lasheras von Librería de Mujeres de Madrid: "Intuitions, working in my grandmothers feminist bookshop"
Impulsreferat
Clara Jourdan von Libreria delle Donne di Milano: "Der Gewinn und das Erbe"
Diskussion

Moderation aller drei Einheiten: Katharina Pewny (Frauenhetz)

16.30
Workshop I (erster Teil) "Von Generationen und anderen Verhältnissen" mit Monika Windisch
Workshop II (erster Teil) "Vom kreativen Chaos zum professionellen Management?" mit Martina Hörmann

(mehr Infos siehe unten)

18.00 Uhr
Pause

20.00 Uhr
Podiumsdiskussion mit Jolanta Plakwicz, Beata Fiszer, Jane Cholmeley, Eva Prinz, Traudel Sattler, Agnes Haß, Alba Varela Lasheras, Clara Jourdan und Helga Widtmann (Buchhandlung Frauenzimmer)

Moderation: Eva Weissenberger (Falter)

 

Sonntag, 24.11. 02

9.00 Uhr
Wiener Frühstück (vom Frauencafé Wien, ORT: Frauenhetz, Hetzgasse 42/1)

10.00 Uhr
Workshops I und II (zweiter Teil)

12.00 Uhr
Mittagspause

13.30 Uhr
Workshops I und II (dritter Teil)

15.00 Uhr
Plenum
Moderation: Amelie Cserer
(Frauenhetz)

 

Workshop "Von Generationen und anderen Verhältnissen"

Wir werden und in diesem Workshop mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigen: Wie gestalten sich Beziehungen zwischen Frauen unterschiedlicher (politischer) Generationen innerhalb der Frauenbewegung? Wie werden Inhalte und Erfahrungen weitergegeben und aufgenommen? Und wie erleben Frauen unterschiedlicher Generationen diesen Prozess der Weitergabe? Erzählend, nach-denkend, in Gruppen und alleine, wie immer und hoffentlich darüber hinaus...

Monika Windisch: Sonder- und Integrationspädagogin, Studium der Erziehungswissenschaften, Lehrbeauftragte an der Pädagogischen Akademie Innsbruck und Stams, Lektorin, Supervisorin in Ausbildung. Verortet in unterschiedlichen autonomen Frauenzusammenhängen in Innsbruck und Wien

 

Workshop: "Vom kreativen Chaos zum professionellen Management?"

Viele Frauenprojekte, vielfach vor über zwanzig Jahren aus der Frauenbewegung entstanden, haben sich trotz hoher Ideale und schwieriger Rahmenbedingungen mittlerweile etabliert und leisten professionelle Arbeit. Beinhaltet diese Professionalisierung zwangsläufig einen Abschied von politischen Ansprüchen und Ideen? Wie hat sich das Verhältnis zur ehrenamtlichen Arbeit verändert, welche Formen wurden entwickelt und erprobt? Wie agieren feministische Organisationen nach außen: haben sie sich in der "Nische" eingerichtet oder können sie aufgrund langjähriger Erfahrungen mit der mittlerweile häufig propagierten "neuen" Organisationsform, die stärker an "weichen" Managementideen mit identifikatorischen, qualitativen und kulturbezogenen Kriterien orientiert ist, als Modell einer zukunftsfähigen Organisation angesehen werden?
In meiner Untersuchung habe ich drei Typen feministisch orientierter Organisationen gekennzeichnet; im Rahmen des Workshops möchte ich insbesondere die "innovative feministische Organisation" vorstellen und im Hinblick auf die Aspekte Ehrenamt, Professionalität und Repräsentation betrachten.
Meine methodische Herangehensweise umfasst Input, Diskussion sowie kreative und aktivierende Methoden (aus der Organisationsberatung).

 

Martina Hörmann: Wiesbaden, Diplom-Pädagogin, Zusatzausbildungen in Sozialmanagement und systemischer Organisationsberatung, langjährig tätig in der Mädchenarbeit, Lehrbeauftragte an den Fachhochschulen Frankfurt/M. und Darmstadt, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei INBAS (Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt und Sozialpolitik), freiberufliche Organisationsberaterin und Trainerin mit den Schwerpunkten Qualitätsentwicklung, Konzeptentwicklung, Begleitung von Veränderungsprozessen insbesondere in der Mädchen- und Frauenarbeit, Mitbegründerin des Gender Forums Berlin und des IKU e.V. - Verein für Innovative Kultur-, Gender- und Generationenforschung, Wiesbaden.

 

© Miriam Wischer, Verena Fabris

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